Wir brauchen Ehrlichkeit, Vertrauen, Akzeptanz und Toleranz. Nicht nur gesagt, sondern gelebt.

Burkart Preuß

Geschäftsführer des
Lebenshilfe Pirna-Sebnitz-Freital e.V.
im Gespräch mit Michael Weißflog

Theatralisch reinplatzen geht nicht. Die Tür von Burkart Preuß‘ Büro ist zu massiv, um sie schwungvoll aufreißen, stampfend eintreten und ungefragt losreden zu können. Man muss schon kräftig ziehen, um sie zu öffnen. Dadurch funktioniert die Tür wie eine Dramaturgie-Bremse, zwingt zum Durchatmen und zur Demut. Ob die Architekten genau das bei der Planung der Geschäftsstelle in Pirna im Sinn hatten oder lediglich Bauvorschriften beachteten, bleibt ein Rätsel. Vielleicht, aber nur vielleicht, sind die Gedanken dahinter Relikte aus einer Zeit, in der ein Termin beim Chef immer etwas Unangenehmes war. Aus einer Zeit, in der Chefs unnahbare, emotionslose und kaltherzige Personen zu sein hatten. Und damit genau das Gegenteil von Burkart Preuß, dem Geschäftsführer des Lebenshilfe Pirna-Sebnitz-Freital e. V.

Und aus genau diesem Grund treffen wir uns heute nicht in seinem Büro. Denn weil diese schwere Tür auch eine Barriere darstellt, hält sie Herr Preuß die meiste Zeit offen. Das ist eine Einladung an seine Mitarbeiter, die sehr wohl verstanden als auch angenommen wird. Es gilt, Entscheidungen zu treffen, Telefonate entgegen zu nehmen, E-Mails zu beantworten. Dafür braucht man unter anderem Zeit und Konzentration. Zwei Dinge, die auch ich heute in Anspruch nehmen werde. Im Vorgespräch haben wir uns daher zu einem Außer-Haus-Termin verabredet. Nicht irgendwo, sondern in einer anderen Einrichtung der Lebenshilfe, am Rande der Sächsischen Schweiz. Wir treffen uns in den Hohwald-Werkstätten in Neustadt in Sachsen.

Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung befindet sich am Rande der Stadt in einem kleinen Gewerbegebiet. Wäre das Logo der Lebenshilfe nicht an den Gebäuden angebracht, würde ich mich auf dem Betriebsgelände einer großen Schreinerei wähnen. Aus den Hallen höre ich das typische Kreischen von Kreissägen und immer wieder trägt der Wind den wohligen Geruch frisch geschnittenen Holzes zu mir. Ohne zu wissen, wo genau wir uns treffen, laufe ich ein wenig umher. Hier scheint der Haupteingang zu sein; denke ich mir und gehe durch eine doppelflügelige Glastür nach drinnen. Rechts erkenne ich einen Raum, in dem allerhand Produkte aus Holz präsentiert werden. Wahrscheinlich das, was hier gefertigt wird. Ich werfe einen neugierigen Blick hinein. Erkenne Vogelhäuschen und Vogelvillen, Kinderspielzeug und moderne Leuchten, die ich mir sofort in meine Wohnung hängen würde. Leider kann ich nirgends ein Preisschild erkennen. Schade. 

Direkt geradeaus befindet sich allem Anschein nach die Kantine. Reihenweise stehen lange Tische vor mir, unzählige Stühle stehen daran. Ein Mitarbeiter schlängelt sich mit Eimer und Lappen dazwischen durch und wischt die Tische ab. Während ich die Situation kurz beobachte, kommt aus dem Gang rechts von mir ein Mann auf mich zu und fragt mich freundlich, was oder wen ich suche und ob er mir helfen könnte. Dass ich einen Termin mit Herrn Preuß habe, antworte ich ihm. Er scheint darüber informiert zu sein, nickt zustimmend und bietet mir einen Kaffee an. Dieses Angebot nehme ich gern an, werde meine Wartezeit aber draußen verbringen. Denn obwohl schon Mitte November ist, ist es erstaunlich mild. Während ich den Kaffee trinke, der dafür, dass er aus einer Kantine kommt, überraschend gut schmeckt, trifft auch Herr Preuß auf dem Gelände ein. Zu erkennen ist er mit seinen 1 Meter 93 schon von Weitem. Als wir uns vor einer Weile zum ersten Mal gesehen haben, fiel mir neben seiner Größe vor allem sein fröhliches Gemüt auf. Und auch heute erkenne ich es wieder.

Das wird ein guter Termin, freue ich mich gedanklich.

Wir begrüßen uns, führen nur kurz den obligatorischen Smalltalk und beschließen ziemlich schnell, einen kleinen Rundgang zu machen. Ich bin zwar schon lange kein Handwerker mehr und höchstens noch ein Heimwerker, aber was ich hier sehe, versetzt mich ins Staunen. Soweit ich das einschätzen kann, ist hier alles auf aktuellem Stand der Technik. Beschriftete Behälter verraten, für wen hier gearbeitet wird. Was ich nicht vermutet hätte: Darunter sind auch internationale Konzerne. Viel Zeit zum Gucken habe ich nicht, wir gehen weiter. Und bleiben in einer Halle stehen, von der zwei Räume abgehen. Einer scheint das Büro des Vorarbeiters zu sein, in dem anderen erkenne ich einen großen Werktisch mit halbfertigen Vogelhäusern und Spinden.

In dem Raum, in dem wir uns befinden, nimmt eine Tischkreissäge im industriellen Maßstab ziemlich viel Platz ein. Weiter hinten befindet sich ein Arbeitsplatz, an dem man tackern kann. Vor dem großen Rolltor stehen Paletten mit Holzleisten. „Auftragsarbeiten für die Firma gegenüber,“ erklärt mir Herr Preuß lautstark. Eine Hand wäscht die andere, schlussfolgere ich gedanklich. Eigentlich wollte ich das sagen, aber der Druckluft-Tacker arbeitet mit ohrenbetäubender Lautstärke hinter uns. Daran, dass wir hier stehen, scheint sich niemand zu stören. Ra-Peng macht es. Ein kurzes Zischen, eine kurze Pause, dann wieder: Ra-Peng. Zischen. Pause. Ra-Peng. Zischen. Pause. Ra-Peng. Hinter uns werden im Sekundentakt Metallstifte ins Holz geschossen, dessen Geräusch ich in Mark und Bein spüren kann. Als der Vorarbeiter erkennt, dass wir trotzdem stehen bleiben, kommt er aus seinem Büro und lädt den Mitarbeiter ein, eine Pause einzulegen. Es nimmt sich kaum einer die Zeit, mal hinter die Kulissen zu schauen.

„Wird uns die Produktionsunterbrechung in Rechnung gestellt?“ frage ich Burkart Preuß mit einem Augenzwinkern. „Nein, nur Ihnen“, antwortet er mir sichtlich amüsiert. Humor und Schlagfertigkeit – eine Kombination, die ich sehr mag. „Unsere Aufgabe ist es, am Ende eine schwarze Null stehen zu haben. Wirtschaftlich sauber zu bleiben und unsere Einrichtungen zu betreiben.“ Das klingt, als würde Geld nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein Mittel zum Zweck, der bei einem eingetragenen Verein per se gemeinnützig ist. Doch um die schwarze Null zu erreichen, muss irgendwoher Geld kommen. Schließlich werden auch die Mitarbeiter der Lebenshilfe am Monatsende einen Gehaltszettel haben wollen, auf dem eben keine Null steht. „Wie finanziert sich denn die Lebenshilfe?“, frage ich nach. „Wenn man es ganz einfach runter bricht, dann gibt es einen Betrag X, der pro Kopf pro Tag gezahlt wird. Mit dem müssen alle Kosten für Personal- und Sachaufwand sowie Investitionsbedarf bewältigt werden“, antwortet Herr Preuß. „Das ist dann aber die schmale Betrachtung desjenigen, der das Geld gibt“, fährt er fort. „Es nimmt sich kaum einer die Zeit, mal hinter die Kulissen zu schauen.Weder einer, der die Gesetze verabschiedet, noch einer, der die Kostensätze verhandelt. Falls doch mal jemand vorbei kommt, habe ich das Gefühl, dass die Leute das mit anderen Augen sehen. Ich wünschte mir, sie würden mal mit unseren Augen auf die Menschen gucken.“

Es wäre schon viel erreicht, wenn wir überhaupt wieder auf andere Menschen achten, denke ich mir. Unabhängig einer eventuell vorhandenen Behinderung. Aber was würde ich wohl sehen, wenn ich Herrn Preuß’ Wunsch folge? Wäre ich überhaupt in der Lage, die Menschen so zu sehen, wie sie die Mitarbeiter der Lebenshilfe sehen? Wie lang müsste ich mir dafür Zeit nehmen, welche Voraussetzungen müsste ich erfüllen? Wer würde mir sagen, auf was ich zu achten hätte?

Ich frage ihn, ob denn überhaupt die Möglichkeit besteht, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. So, wie ich das gerade kann. „Die Chance, sich die Begebenheiten vor Ort anzusehen, hat jeder. Jeder politische Würdenträger, jeder Bundestagsabgeordnete, jeder Kreistagsabgeordnete, jeder Bürgermeister hat die Möglichkeit, bei uns und bei anderen Trägern reinzuschauen, um sich mal ein eigenes Bild zu verschaffen.“ In seiner Stimme schwingt eine Mischung aus Traurigkeit und Unverständnis mit. „Doch von all diesen Menschen sehen wir im Regelfall nur dann etwas, wenn wir eine neue Einrichtung eröffnen und Hände schütteln. Das macht mich traurig. Denn aus meiner Sicht zeigt es, dass das Verständnis, dass wir in soziale Aktivitäten und Bildung Geld investieren müssen, noch nicht bis in die letzte politische Instanz durchgedrungen ist.“

‚Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!’ hat schon Goethe geschrieben. Knapp 190 Jahre nach seinem Tod haben wir es gerade mal geschafft, aus dem Gold sprichwörtlich Geld zu machen. Das Sprichwort an sich gilt mehr denn je. Mit diesem Satz trifft Preuß einen meiner wunden Punkte: mein Unverständnis gegenüber politischen Gepflogenheiten. Als politisch interessierter, aber nicht aktiver Mensch höre ich immer wieder, dass ein Großteil ihres Engagements der Publicity dient. Über die Jahre hat sich ein Bild in meinem Kopf manifestiert, das zu neunundneunzig Komma neun Prozent nach einem Klischee klingt: Hände schütteln, mit einem Spaten dreihundert Gramm Erde wegschippen, Bänder durchschneiden und dabei immer fröhlich in die Kamera lächeln.

Das Problem dabei ist, dass meine – zugegebenermaßen oberflächliche – Beobachtung nur in kleinsten Details relativiert wird. Es sind Einzelfälle, im Großen und Ganzen höre und sehe ich immer das Gleiche. „Fordern Sie den Einblick in die Praxis aktiv ein? Können Sie das überhaupt?“ frage ich nach. „Mein Ziel ist es immer mehr, das zu tun. Es gibt bereits ein Format, das dafür da ist. Es nennt sich ‚Perspektivwechsel‘ und soll Menschen aus der Verwaltung ermöglichen, auch mal tatsächlich in soziale Bereiche zu gehen. Mein Ziel dabei ist es, die Menschen dahin zu bringen, wo es ‚eindrucksvoller‘ ist. Zum Beispiel dorthin, wo Menschen mit ihren eigenen Emotionen nicht klar kommen oder Unterstützung bei der Körperhygiene brauchen. Da reicht es manchmal schon, zu sehen, wie andere Menschen mit einem Selbstverständnis ihren Job machen, um zu erkennen, wie viel das wert ist. Auf Kostenträger sind wir schon zugegangen und haben sie eingeladen, sich den Alltag bei uns vor Ort mal anzuschauen. Sie haben dankend abgelehnt und gesagt, dass sie das nicht brauchen.“

Was? Wie bitte? Das haben die gesagt? So herablassend kann man auf ein Angebot antworten? überschlagen sich meine Gedanken auf der Suche nach einer Antwort. Ich bleibe sie schuldig, was vielleicht gar nicht schlimm ist. Denn was will man dazu sagen? Vielleicht ist die Aussage ‚Ich brauche das nicht‘ aber auch nicht herablassend gemeint. Sondern lediglich ein Zeichen von Desinteresse. Entscheidend ist doch die Motivation, warum ein Mensch seinen Job macht. Die Menschen in der Verwaltung haben doch eine Motivation, oder etwa nicht? Vielleicht ist es aber ein Schutzmechanismus.

Aus Angst davor, Dinge zu sehen, die sich ins Hirn brennen und zukünftige Entscheidungen beeinflussen. Aber wäre das nicht erstrebenswert, im Sinne der Betreuten? Oder ist der Sparzwang so hoch, dass man persönliche Schicksale der Menschen, für und über die man Entscheidungen treffen muss, lieber auf Abstand hält? Nagt das aber dann nicht irgendwann am Gewissen?

Sie erzählen keinen Quatsch Schließlich antworte ich doch: „Können Sie das nachvollziehen?“ ist alles, was mir einfällt. Burkart Preuß schüttelt den Kopf. „Ich selber war schon in gut einem halben Dutzend unserer Einrichtungen mit im Dienst. Ich bin jedes Mal rausgegangen und habe ‚Alter Schwede‘ gedacht. Zum Beispiel war ich in Freital bei Frau Wünschmann zur Ferienbetreuung. Oder wie es offiziell heißt zur ‚Heilpädagogischen Ferienbetreuung in der gesetzlich unterrichtsfreien Zeit’.“ Bei dieser sperrigen Formulierung kann er sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Bringt es aber ohne auch nur im Ansatz nachdenken zu müssen über die Lippen. Ich bin beeindruckt. „Dort sind Kinder, die meist stark entwicklungsverzögert sind, was geistige oder motorische Entwicklung betrifft. Manchmal sitzen sie im Rollstuhl, manche haben Pflegestufen und so weiter. Und einige Kinder dort bedürfen so viel Hilfe, dass sie sterben könnten, wenn sie nicht da wäre. Weil sie sich zum Beispiel an ihrem eigenen Speichel verschlucken oder sonst was. Jeder Besuch hatte immer etwas Anderes, Besonderes für sich. Das sind Erfahrungen, die man nicht links liegen lässt. Und wenn man die hat und mit offenen Augen durch die Gegend läuft, erkennt man vielleicht die Bedarfe, die diese Personengruppen haben. Ich weiß, dass man an einem Tag nicht zwingend das richtige, echte Leben mitbekommt, sondern nur einen kleinen Einblick gewinnt. Aber nur wenn man das gesehen und erlebt hat weiß man, dass einem Pflegepersonal und Betreuer keinen Quatsch erzählen.
Man kann für bare Münze nehmen, was in einem Entwicklungsbericht steht, man braucht ihn nicht in Frage zu stellen. Weil man weiß und gesehen hat, dass es dort vollgekotzte Wäsche gibt, dass die Menschen mit Erbrochenem und Ausgeschiedenem zu tun haben, dass sie sich über ihre eigene Grenze hinaus für andere engagieren.“

Ich spüre, wie der Jurist in Burkart Preuß durchkommt. Es scheint sich ein Plädoyer anzubahnen, dem man nicht mehr viel entgegensetzen kann. Oder nichts. Wohl eher das. „Haben Sie eine Ahnung, warum diese Menschen das tun?“ frage ich ihn völlig ungeniert. Er kneift kurz seine Augen zusammen, spannt seine Mundwinkel an und blickt ins Leere. Er scheint in sich zu gehen und seine Antwort zu formulieren.

Kurz darauf ist er wieder da. „Ich habe mich manchmal gefragt, ob die Menschen, die in der Pflege arbeiten diejenigen sind, die am wenigsten auf sich selbst aufpassen können. Sie bringen ja von sich aus eine Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft mit, nur für andere da zu sein, die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Was andere nicht mehr so ästhetisch finden, ist für sie kein Problem. Wahrscheinlich ist schon vorprogrammiert, dass sie viel Herzblut investieren. Einer dieser Menschen ist zum Beispiel Swetlana Jeron, die sich extrem aufgeopfert hat. Die auch im Privaten ein Schicksal zu ertragen hat, von dem ich nicht weiß, wieviel davon auf uns zurückzuführen ist. Und trotzdem ist sie da, grundsolide, mit einem unglaublichen Selbstverständnis. Diese Menschen setzen so viel aufs Spiel, fühlen sich verantwortlich, sind immer da. Sie können sie anrufen, wann Sie wollen. Das führt aber auch dazu, dass Menschen verschleißen. Das ist das eigentlich Schlimmste, aber es passiert leider tagtäglich.

Denn laut Personalschlüssel kann man hochrechnen, wie viele Minuten für jeden einzelnen Menschen, der betreut wird, zur Verfügung stehen. Wenn dann noch jemand krank wird oder doch mal im wohlverdienten und längst überfälligen Urlaub ist, verschmälert das die Personalausgangssituation noch mehr. Und dann brechen Mitarbeiter ihren Urlaub ab, verschieben Vorhaben an ihrem eigentlichen Dienstfrei und stecken persönlich zurück. Das ist ein Zustand, der mich fertig macht. Aus diesem Grund schiebe ich die Diskussion um Personalschlüssel auch immer wieder an. Beim Kostenträger genauso wie auf übergeordneten Ebenen. Deswegen sind wir als Wohlfahrtsverband auch im Paritätischen engagiert. Das ist aber nur die rechnerische Größe. Auf menschlicher Seite muss man vor allem Verständnis für die Mitarbeiter haben. In den Situationen, wo sie es brauchen. Ich habe immer ein offenes Ohr, mein Büro ist nie zu, wir führen viele Mitarbeitergespräche.“ Das ist ein Zustand, der mich fertig macht.

Ich weiß, baue ich in Gedanken ein, deswegen treffen wir uns heute hier und sprechen – bis auf den Tacker vorhin – ungestört.

„Denn jede Region, die wir abdecken, lässt sich nicht einfach nur verwalten. Menschen leben, wohnen und arbeiten. Und um den Mensch selbst auch Mensch sein zu lassen, muss man auch von sich abgeben können. Das kann man aber nicht in Zeit messen. Auch nicht in der Entlohnung, in Geld, bewerten. Es ist vor allem wichtig, dass der Mensch für sich selber eine Befriedigung und einen Wert aus seiner Arbeit schöpft. Und die bekommt er wiederum aus der Reaktion derer, die er betreut und unterstützt. Und vielleicht noch ein Stück weit von seinen Angehörigen.“

Wie ich vermutet habe: Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Aber was Herr Preuß gesagt hat, wirft Fragen in mir auf. 

Können wir den Menschen, die in der Pflege arbeiten, also gar nicht helfen? Ist ihre Hingabe gleichzeitig ihr Verderben? Würden sie sich weniger engagieren, wenn der Personalschlüssel angepasst würde und ihnen ausreichend Zeit bliebe, sich intensiver und ausgiebiger um die von ihnen betreuten Menschen zu kümmern, als es jetzt möglich ist?

Ich stelle sie ihm auf einen konkreten Gedanken begrenzt: „Und was können wir, als Gesellschaft im Ganzen, für diese Menschen tun?“ Er überlegt nicht lang: „Respekt gegenüber dem zeigen, was diese Menschen ganz selbstverständlich leisten. Das wünsche ich mir. Dass wir begreifen, dass wir Pflege nicht in Zeiteinheiten messen können."Genau das passiert aber immer wieder, erklärt mir Herr Preuß. Er erwähnt das grundsätzliche Misstrauen gegenüber denen, die in der Pflege arbeiten. Hervorgebracht von denen, die über deren finanzielle Ausstattung – und damit auch über die Entwicklungsmöglichkeiten und Lebensumstände jedes einzelnen Betreuten – entscheiden. Vielleicht, so vermutet er, liegt das daran, dass es auch Träger gibt, die versuchen, Geld zu verdienen. Dass aber regelmäßig in Frage gestellt wird, was Fachkräfte sagen, versteht der Geschäftsführer nicht. So gibt es Situationen, in denen Hilfebedürftige vom Kostenträger begutachtet werden. Er beschreibt eine Szene, die vor meinem geistigen Auge zu einem ganzen Film wird:

Ein kahler Raum, ausgestattet mit einem großen Tisch und einem halben Dutzend Stühlen. Derart, dass man darauf nicht allzu lange sitzen kann ohne ständig eine neue, bequemere Position zu suchen. Auf der einen Seite des Tisches sitzen drei Mitarbeiter der Lebenshilfe. Menschen, mit denen ich gesprochen habe, die ein Gesicht haben, Namen. Menschen wie Elisabeth, Swetlana oder Konrad. Neben ihnen sitzt Peter, den ich im Haus Gottleubatal kurz kennenlernen durfte. Auch er hat ein Gesicht, eine Lebensgeschichte, einen Namen. Ihnen gegenüber sitzt ein in meiner Vorstellung gesichtsloser Herr mittleren Alters mit schütterem Haar im Anzug. 

Vor ihm auf dem Tisch liegt eine Akte, die er zu Beginn des Termins aus seiner auf dem Boden, neben seinem Stuhl, stehenden Aktentasche geholt hat. Die Drei erzählen ihm aus Peters Alltag. Ihre Eindrücke, gemeinsame Erlebnisse, ihre fachliche Einschätzung. Sie lassen den namen- und gesichtslosen Herren so gut sie können an Peters Leben teilhaben. Erklären, was er gut kann, was ihm gefällt, worüber er sich freut, was ihm Angst macht, wo er Unterstützung benötigt. Der Herr hört zu, macht sich Notizen, blättert hin und wieder in der Akte. Dann fragt er Peter: ‚Kannst du alleine duschen?‘ Peter guckt Elisabeth, Swetlana und Konrad der Reihe nach an. Dann wendet er seinen Blick dem Fragenden zu und antwortet ‚Ja.‘ Sofort macht dieser eine Notiz in seiner Akte. Elisabeth, Swetlana und Konrad sind plötzlich in Erklärungsnot. Warum dann im Entwicklungsbericht stünde, dass Peter Unterstützung bei der Körperhygiene benötigt, will der Gesichtslose wissen. Dass er mit dieser Nachfrage die Fachkompetenz qualifizierter Pflegekräfte in Frage stellt, ist ihm nicht bewusst. Er braucht eine für ihn plausible Antwort, andernfalls kann er diesen Punkt nicht anerkennen. Er befindet sich im Zwiespalt, kann den Sachverhalt nicht eindeutig einordnen. Doch das System nötigt ihn dazu, genau das zu tun. ‚Peter kann alleine unter einem Wasserstrahl stehen‘, antwortet Konrad. ‚Aber das ist nicht dasselbe, wie alleine zu duschen.‘ Die drei sind ein eingespieltes Team, sind es mittlerweile gewohnt, mit solchen Beschuldigungen umzugehen. Elisabeth ergänzt: ‚Peter kann die Temperatur des Wassers nicht allein regulieren. Wenn wir ihn allein lassen‘ sagt sie und guckt Swetlana an, die den Satz vervollständigt: ‚kann es sein, dass er sich verbrüht.‘ Peter sagt zu alledem nichts. Wie sollte er auch? Schließlich hat er keine Ahnung, warum der fremde Herr im Anzug das von ihm wissen wollte. Und auch der Gesichtslose verstummt, löst sich in meinem Kopf langsam auf, genauso wie die gesamte Szene. Der Vorhang fällt, Gedanken und Fragen bleiben. Mal wieder. Vertrauen ist unerlässlich.

Vielleicht muss man erst am eigenen Leib erfahren, welchen Wert Menschen haben, die sich um andere Menschen kümmern. Vielleicht muss das Schicksal erst in der eigenen Familie zuschlagen, bis klar wird, dass es nicht nur ums Geld geht. Sondern darum, dass Menschen diesen Job auch mit Herzblut machen. Die sich Zeit nehmen, auch wenn sie gar nicht da ist. Die mit einer emphatischen Einstellung auf Arbeit kommen und nicht nur des Geldes wegen.

Herr Preuß holt mich zurück ins hier und jetzt. „Wenn wir immer nur davon ausgehen, dass mich mein Gegenüber bescheißt, kommen wir keinen Schritt voran. Ich muss jemandem anders doch auch mal etwas glauben können. Wenn ich mir anschaue, wie viele Anträge wir schreiben, um einem Kind die Unterstützung zukommen zu lassen, die es benötigt: Da hat der Kinderarzt gesagt, dass es das braucht. Eine Diagnostik hat gesagt, dass es das braucht. Der allgemeine soziale Dienst guckt auch noch mal drüber und sagt, dass es das braucht. Und am Ende obliegt es einem Sachbearbeiter, der nichts damit zu tun hat, zu entscheiden, ob das Kind die Unterstützung braucht oder nicht. Wenn er dann entscheidet, dass es diese Unterstützung nicht braucht, ist alles weg und das Theater beginnt von vorn. Dann führen wir Prozesse über Hilfeleistungen. Am Ende gibt es oft jemanden, der Entscheidungen trifft, die aufgrund der Vorgeschichte nicht nachvollziehbar sind. Der darf sie aber treffen und dann wird der Fall wieder von Anfang an aufgerollt. Da werden so viele Ressourcen verschwendet, das ist unglaublich. Vertrauen ist unerlässlich.“ Vertrauen ist unerlässlich.

Kurze Pause. Wir unterbrechen unser Gespräch, als der Vorarbeiter in die Halle kommt. Er erkundigt sich, ob wir noch lange hier sind. Immerhin stören wir mit unserer Anwesenheit streng genommen den Betriebsablauf. Herr Preuß und ich gucken uns an, eine richtige Antwort darauf scheint keiner von uns beiden zu haben. Aber er ist der Geschäftsführer, er trägt auch für diese Einrichtung die Verantwortung. Ich könnte zwar noch stundenlang mit ihm sprechen, aber kann seine Zeit nicht ins Unermessliche beanspruchen. Er schaut auf die Uhr, denkt kurz nach und antwortet dann, dass von seiner Seite auch nichts gegen einen baldigen Feierabend spricht. Er weiß, wie es in der Praxis läuft, denke ich mir und versuche, ins Gespräch zurück zu finden. Vertrauen. Wir sprachen über Vertrauen. „Haben Sie das Gefühl, dass wir uns in unserer Gesellschaft zunehmend mehr um uns selbst kümmern als um andere?“ möchte ich von ihm wissen. „Miteinander statt gegeneinander kommt uns ein bisschen abhanden. Doch jeder von uns trägt Verantwortung. Denn unser soziales System baut sehr viel auf die monetären Aspekte. Du bekommst Leistungen für Hilfe, die du leistest. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir als Gesellschaft gar nicht alles bezahlen könnten, wenn wir jede Hilfe bezahlen müssten. Also müssen wir als Gesellschaft Verantwortung entwickeln, selbst an verschiedenen Stellen Hilfe zu leisten.“ Wie genau das gehen soll, bohre ich nach. Denn ich muss zugeben, dass ich zwar verstehe, was er meint, diese Antwort mir dann aber doch ein wenig zu abstrakt erscheint.

Er legt nach: „Stellen Sie sich eine alte Frau vor, die mit einer schweren Einkaufstasche in die Straßenbahn einsteigt. Dort ist es schon selbstverständlich geworden – nicht für alle, aber doch für einige – dass sie aufstehen, tragen helfen, Türen aufhalten. Es gibt also für verschiedene Personengruppen innerhalb der Gesellschaft Akzeptanz und Unterstützung. Und genau diese Dinge müssen wir erreichen, wenn wir als Gesellschaft nicht jede Hilfe ausfinanzieren wollen. Denn wir würden dann feststellen, dass wir weder ausreichend Geld noch Personal haben. Aber das zu erreichen, ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag.“ „So, wie der Inklusionsgedanke ja auch“, schließe ich an. „Überzeugung reift aber nicht, indem ich ein Gesetz schreibe. Sondern indem ich es tue, Erfahrungen sammle und stückweise weiterentwickle. Im Sinne der Inklusion zäumen wir das Pferd aber von hinten auf. Wir sind im Schweinsgalopp durch die Zeit gerast. Es leben noch Menschen unter uns, die in einer Zeit aufgewachsen sind, in der Menschen mit Behinderung in Gaskammern gesteckt worden sind. Dem schloss sich eine Zeit an, in der Menschen mit Handicap aus Schutz vor sich selbst und der Gesellschaft separiert und weggesperrt wurden. Dann kam die Integration, in der galt, dass diese Menschen unter uns leben. Zwar immer noch in einem geschlossenen Kreis, aber immerhin unter uns. Und keine zwanzig Jahre später hat man festgestellt, dass auch das nicht der Stein der Weisen ist. In gerade mal einem Menschenleben hat sich das Grundverständnis soweit gewandelt, dass wir von gesellschaftlicher Teilhabe sprechen. Das ist gut, aber ein Riesending.“

Unter diesem geschichtlichen Aspekt habe ich das Thema noch nicht betrachtet, aber es stimmt: Diesen Sinneswandel muss man als einzelnes Individuum erstmal verdauen. Klar, das gelingt nicht jedem, aber das darf keine Ausrede sein. Die Verantwortung auf die nächste Generation zu verschieben, kann keine Lösung sein. Es liegt an uns, das Beste aus unserer Zeit zu machen und die Wege in die Zukunft vorzubereiten. An vielen Stellen passiert das auch schon, wie ich immer wieder freudig feststelle. Integrative Kindergärten und Schulen, barrierearme Websites, Angebote in leichter Sprache. Aber man muss natürlich immer noch danach suchen, zum Alltag gehört es nicht. „Das sind Reifeprozesse“, ergänzt Preuß. „Wenn man an dem Thema dranbleibt, kann ihn die nächste Generation weiterführen. Die Kinder, die jetzt in der Kindertagesstätte sind und mit Kindern mit Behinderung aufwachsen sind die, die damit besser zurechtkommen werden. Weil es für sie zum Alltag gehören wird, dass es Menschen gibt, die in besonderen Situationen besondere Unterstützung benötigen. Das Verständnis dafür wächst, es muss nur wahrgenommen werden. Und die Wahrnehmung müssen wir schärfen. Wenn jeder für sich selbst Erfahrungen mit Menschen mit Behinderungen sammeln würde – in dem Maße, wie er es verträgt – würde das aus meiner Sicht das Bewusstsein dafür in der Gesellschaft verstärken. Aber momentan haben wir leider an vielen Stellen ganz andere Probleme. Wir beschweren uns an den falschen Stellen und fassen uns zu wenig an die eigene Nase“, konstatiert er. Es liegt an uns, das beste aus unserer Zeit zu machen und die Wege in die Zukunft vorzubereiten.

’Man muss die Schuld auch mal bei anderen suchen’, habe ich vor nicht allzu langer Zeit mal gelesen. Ich fand den Spruch witzig. Allerdings nicht, dass ihn sich scheinbar viele Menschen so zu Herzen nehmen, dass aus Spaß sprichwörtlicher Ernst wird. Sich an die eigene Nase zu fassen bedeutet aber auch, sich Fehler eingestehen zu können. Doch sich selbst zu reflektieren ist nicht jedermanns Sache. Im beruflichen Kontext erst recht nicht. Oft aus Angst vor den Konsequenzen, die auch immer eine persönliche Komponente haben. Bei der Lebenshilfe hingegen gibt es eine Fehlertoleranz, wie mir Burkart Preuß erklärt. „Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, nicht nur kritisieren. Wir versuchen immer, es gemeinsam besser zu machen, das leben wir auch vor. Deswegen verurteilen wir nicht pauschal, sondern versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Fehler dürfen gemacht werden und wir wünschen uns, dass wir gemeinsam eine Lösung finden. Wenn der Karren wirklich mal tief im Dreck steckt, drehen sich bei mir die Räder, wie wir da wieder raus kommen. Unsere Mitarbeiter haben Ideen und wenn es gar nicht geht, ist es immer wichtig, das den Leuten, die an der Front stehen, auch zu sagen. Dass es an der Stelle nicht weiter geht. Weil wir etwas nicht leisten können, weil unsere Kräfte ausgeschöpft sind. Dafür haben die meisten Menschen dann doch Verständnis.“

„Aber hapert es nicht vor allem am Verständnis?“ frage ich. Ich füge dieser Frage direkt eine These an: „Weil wir uns erst mit Themen beschäftigen, wenn sie uns persönlich betreffen.“ Ich bin gespannt, aus welcher Sichtweise er antwortet. Als Jurist, als Teil der Lebenshilfe, als Privatmensch. „Wenn wir es aufs Wesentliche reduzieren brauchen wir Vertrauen, Toleranz, Akzeptanz und Grundwerte.“ Alles in allem, mit einem Satz, denke ich mir. Clever gemacht, Chapeau. „Die Grundwerte unserer Gesellschaft stehen im Grundgesetz. Das sind Grundparameter, die in jeder Schule gelehrt werden. Das muss einfach eine innere Akzeptanz finden. Hier spielt aber Erziehung und Bildung eine große Rolle. Aber auch der Blick in die Praxis, in die Lebenswirklichkeit. Wenn ich als Politiker sehr weit weg von der Praxis bin, aber Gesetze für die Praxis mache, dann muss ich auch mal mit den Menschen sprechen, die damit tagtäglich zu tun haben werden. Das passiert leider viel zu selten. Wir würden uns wünschen, dass sie und die Kostenträger ihre Gesamtverantwortung erkennen und wahrnehmen. Dass sie eben nicht nur Geld zur Verfügung stellen und sagen, dass das dann reicht.“ Ob sie das denn aktuell tun, frage ich nach. Schließlich geht es doch immer wieder auch ums Geld. Vor allem darum, dass niemand so richtig weiß, wie die Pflege in Deutschland zu finanzieren sei. „Aktuell ist es so, dass wir eine Kalkulation machen, die dann in Frage gestellt wird. Da wird manchmal bis auf eine Rolle Klopapier runter gerechnet. Ausgehend von statistischen Werten, wieviel Blatt ein Mensch am Tag braucht, um zur Toilette zu gehen. Wir rechnen Menschen also in Klopapier um.“ Dieser Fakt ist so makaber, dass wir uns beide ein ungläubiges Lachen nicht verkneifen können. Wir würden uns wünschen, dass sie und die Kostenträger ihre Gesamtverantwortung erkennen und wahrnehmen.

Schön blöd sind wir. Das kann doch niemand ernsthaft machen, der von sich behauptet, irgendwem damit einen Gefallen zu tun oder einer wirklich ernsthaften Arbeit nachzugehen. Ob meine Chefs schon mal ausgerechnet haben, wie viele Rollen Klopapier ich sie am Tag koste? Nicht im Verbrauch, sondern in der Anschaffung. 500 vielleicht? Mehr, weniger? Und wenn man das berechnet, nimmt man dann dieses harte, graue als Grundlage oder das supersanfte mit 4 Lagen, dass man sich auch Zuhause gönnt? Spätestens jetzt sollte man merken, was für ein hinkender Vergleich das ist.

Wieder geht eine Tür der Halle auf. Diesmal die, durch die man in einen Gang kommt, der zu einer anderen Halle führt. Die ersten Mitarbeiter der Hohwald-Werkstätten starten in ihren wohlverdienten Feierabend. Nicht, ohne uns zumindest im Vorübergehen Tschüss zu sagen und einen schönen Feierabend zu wünschen. Den wünschen wir auch. Und ich muss zugeben, dass ich das dringende Bedürfnis verspüre, all das Gehörte erstmal verdauen zu dürfen. Wahrscheinlich wird das nachher auf der Heimfahrt schon beginnen. Fertig werde ich damit sicher nicht so schnell.

Bevor sich unsere Wege trennen, will ich von Herrn Preuß aber noch wissen, ob er auch manchmal die Nase voll von seinem Job hat. Am liebsten hinschmeißen und davonrennen würde. „Einen Tag, an dem ich mir die Frage gestellt habe, warum ich diesen Job überhaupt mache, gab es noch nie. Aber jeder Mensch braucht Ventile, bei mir ist es der Sport. Volleyball, Beachvolleyball – da kann ich runterfahren, Dinge vergessen, da spielt meine Arbeit keine Rolle, da kann ich ein anderer sein. Das hilft mir, Sachen einfacher zu verarbeiten.“ Wir sind gerade im Begriff zu gehen, als er mir von einem Vortrag der Rechtsphilosophie über unterschiedliche Gesellschaftssysteme erzählt. Ihm hat das am besten gefallen, wo jeder seinen Wert in die Gesellschaft einbringt. Das, was er am besten kann. Der Arzt operiert, der Pfleger pflegt, der Forscher forscht, und so weiter. Aber jeder in dieser Gesellschaft hat den gleichen Wert. Wenn es den einen nicht mehr gibt, hat der andere keine Chance mehr, seine Tätigkeit auszuüben. Um das zu schaffen, will er auch die Menschen erreichen, die Menschen mit Behinderungen nur aus dem Fernsehen kennen. Eine Idee, wie das gelingen kann, hat er aber noch nicht. Ich hingegen schon…

*aus Gründen des Respektes haben wie die Namen von Klienten, Bewohnern und Patienten geändert. 

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